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    Rechtliches & Planung

    Die ersten Schritte nach der Verlobung: Eure Checkliste für die ersten 3 Monate

    Sissi Muzzarelli

    26. August 2026

    engagement moment

    Sich zu verloben ist der einfache Teil; herauszufinden, wie es weitergeht, ist der Punkt, an dem die meisten Paare nicht weiterwissen. Hier ist ein übersichtlicher Leitfaden für die ersten drei Monate der Planung – Schritt für Schritt, Monat für Monat.

    Monat 1

    Feiern und Kommunizieren

    Gönnt euch einen Moment des Innehaltens, bevor die eigentliche Planung beginnt. Informiert zuerst eure engsten Vertrauten, nach Möglichkeit persönlich oder telefonisch; in der Schweiz gehört es zum guten Ton, beide Elternpaare einzuweihen, bevor die Neuigkeit in den sozialen Medien geteilt wird. Macht ein paar Fotos, die nicht extra für einen Ankündigungs-Post inszeniert sind; ihr werdet Bilder schätzen, die einfach festhalten, wie sich der Tag tatsächlich angefühlt hat.

    Klärt zuerst Budget und Vision

    Das wichtigste Gespräch im ersten Monat hat nichts mit der Location oder dem Brautkleid zu tun, sondern dreht sich um Geld und den Rahmen der Feier. Stellt ihr euch 40 Gäste vor oder 150? Einen Nachmittag oder ein ganzes Wochenende? Schweizer Hochzeiten kosten üblicherweise zwischen 15.000 CHF für eine Feier im kleinen Kreis und 60.000 CHF (oder mehr) für ein grosses Event mit Komplettservice. Zu wissen, wo ihr euch in diesem Spektrum bewegt, beeinflusst alle weiteren Entscheidungen. Falls Eltern oder Verwandte einen finanziellen Beitrag leisten möchten, solltet ihr auch dieses Thema frühzeitig ansprechen, solange sich Erwartungen noch leicht anpassen lassen.

    Tipp:
    Legt gleich das Budget an, auch wenn ihr zunächst nur mit groben Zahlen arbeitet. Es ist viel einfacher, die Ausgaben von Anfang an im Blick zu behalten, als später die Entscheidungen der vergangenen drei Monate mühsam zu rekonstruieren.
    engagement dinner

    Monat 2

    Stellt euer Planungsteam zusammen

    Entscheidet, wer an eurer Seite stehen soll: Trauzeugen, Brautjungfern oder ein Trauzeuge (Best Man), und fragt diese Personen offiziell, anstatt es einfach vorauszusetzen.

    Tipp:
    Übertragt schon jetzt ein oder zwei vertrauten Personen konkrete Aufgaben, anstatt als Paar alles allein zu stemmen. Das beugt Überlastung vor, noch bevor die eigentlichen Grossentscheidungen anstehen.

    Erstellung einer groben Gästeliste

    Die Gästezahl ist der entscheidende Faktor, der fast alle weiteren Entscheidungen beeinflusst: Grösse der Location, Catering-Kosten, Sitzordnung und sogar die Wahl realistischer Termine. Ihr benötigt noch keine endgültige Liste, aber eine grobe Aufstellung, und sei es nur ein ungeordnetes, gemeinsam genutztes Dokument.​​ Dies ermöglicht es euch, Gespräche mit Locations auf der Basis konkreter Zahlen statt blosser Vermutungen zu führen.

    • Kategorie 1: Personen, die unbedingt dabei sein sollen, unabhängig von der endgültigen Grösse der Feier
    • Kategorie 2: Personen, die ihr gerne einladen würdet, sofern die Gästezahl es zulässt
    • Kategorie 3: Eine Liste für den Fall, dass „Platz und Budget es erlauben“ – diese könnt ihr später erneut prüfen
    Tipp:
    Wenn ihr die Liste in Kategorien unterteilt, anstatt sie als einfache, durchgehende Liste zu führen, fällt es später viel leichter, die Gästezahl zu reduzieren, ohne dass sich jedes Gespräch persönlich angegriffen anfühlt.
    Wedding planning

    Monat 3

    Datum festlegen & Besichtigung von Veranstaltungsorten

    Beliebte Veranstaltungsorte in der ganzen Schweiz, seien es Schlösser, Grand Hotels oder umgebaute Industriehallen, sind für Samstage im Sommer oft schon 12 bis 18 Monate im Voraus ausgebucht. Daher solltet ihr euch bereits im dritten Monat ernsthaft mit der Wahl des Datums und der Location befassen, selbst wenn die Hochzeit erst in ein oder zwei Jahren stattfindet. Entscheidet euch zunächst für eine Jahreszeit und legt fest, ob ihr eher unter der Woche oder am Wochenende feiern möchtet. Allein dadurch schränkt sich die Auswahl erheblich ein, und auch die Preise variieren oft.

    Tipp:
    Stellt eine engere Auswahl von zwei oder drei Locations zusammen, die eurem bevorzugten Stil entsprechen, und besichtigt diese persönlich, bevor ihr euch festlegt. Fotos können die Akustik, die Lichtverhältnisse oder die Atmosphäre eines Raums, wenn er mit Leben gefüllt ist, nur selten wirklich einfangen.
    Venue besichtigung

    Die ersten 3 Monate auf einen Blick

    Monat 1
    FokusFeiern & Richtung festlegen
    Wichtige AufgabenDer engsten Familie Bescheid geben, Budget besprechen, gemeinsame Vision abstimmen
    Monat 2
    FokusTeam & Gästeliste aufstellen
    Wichtige AufgabenTrauzeugen oder Planer auswählen, grobe Gästeliste entwerfen
    Monat 3
    FokusWichtigste Eckpunkte fixieren
    Wichtige AufgabenDatum festlegen, mit der Suche nach Veranstaltungsorten beginnen & engere Auswahl treffen

    Vorankommen, ohne die Freude zu verlieren

    Nichts davon muss überstürzt geschehen. In den ersten drei Monaten geht es weniger um endgültige Entscheidungen, sondern vielmehr darum, alles auf einen gemeinsamen Kurs zu bringen: ein gemeinsames Budget, eine grobe Gästezahl sowie eine ungefähre Vorstellung von Termin und Grösse der Feier. Wenn diese vier Punkte grob geklärt sind, wird die weitere Planung spürbar einfacher, da man jede spätere Entscheidung an einer festen Basis ausrichten kann.

    Tipp:
    Überprüft am Ende des dritten Monats noch einmal euer Budget und die Gästeliste, bevor ihr mit der Buchung von Dienstleistern fortfahrt. Zahlen ändern sich fast immer, sobald die Planung konkrete Formen annimmt – und es ist einfacher, Anpassungen frühzeitig vorzunehmen, als nachdem bereits Anzahlungen geleistet wurden.
    Proposal

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